Archive for 'Pekastnig-Blog'

Die Ökonomie von Gut und Böse

Der Mensch hat schon immer danach gestrebt, die Welt zu verstehen. Dabei halfen ihm Geschichten, die seiner Realität einen Sinn verleihen. Vom heutigen Standpunkt aus gesehen wirken solche Geschichten oft seltsam. Wir in der Mode erzählen auch nur Geschichten und versuchen dabei unsere eigene Geschichte als die Gute zu verkaufen. Aber wer sind die Bösen? Der Mitbewerber? Gilgamesch war zu Großem bestimmt nicht nur auf Grund seiner göttlichen Herkunft – Nein, er war bestrebt Unsterblichkeit zu finden. Gibt es die Unsterblichkeit auch in unserer Markenwelt – Ja klar Nichts ist nicht vergänglich. Tja und so versuchen wir – die Guten – uns von den Bösen zu unterscheiden.

Die Wirklichkeit wird aus Geschichten gesponnen, nicht aus einem materiellen Stoff.

Wie funktionieren Läden in Weiz, Feldbach, Gmunden usw. – Bezirksstätte mit 20.000,- Einwohner – einem Einkaufzentrum bei der Ortseinfahrt. Ja nur weil Ihnen die so genannten Großen Ware mit langfristigen Zahlungsziel und Austausch zur Verfügung stellen. Die Frequenzen in den Läden wird immer geringer – kein Wunder ist ja ein Einkaufszentrum mit einem eigenen zB Tom Tailor Shop neben der Schnellstrasse. Sogar die Franchiese Läden werden wieder von den so genannten Großen zurück genommen. Aber wie lange können die Großen das noch durch halten. Auch Sie haben es schwer und müssen Profit erwirtschaften. Was wird geschehen? Die Läden in den kleinen Nestern haben plötzlich kein Tom Tailer und Co und müssen, wenn Sie nicht zu sperren wollen, sich nach neuen Marken umsehen.

Neue Marken heist auch neues Image. Neue Einrichtung, Logo, CID, neue Kunden gewinnen. Dann werden Sie halt auch mal wieder nach Berlin auf die Messe fahren müssen. Wieder mal mit offenen Augen in Salzburg durchs Gusswerk laufen. Vielleicht findet man doch die eine oder andere neue Marke.

Augen auf und Mut zu Neuen ist für mich das Rezept gegen die Stagnation an zu kämpfen. Was macht die Autoindustrie die Modelle werden zwar immer teurer, aber auch immer Besser.

Augen auf und schau was neue Konzepte für einen Aufwand betreiben. Sie Inszenieren und bieten für Ihre Kunden ein neues Einkaufserlebnis.

Es ist mir schon klar das nicht jeder einen Lifestyle Laden führen kann. Aber wie schon die Wirtschaftskammer in Ihrem letzten Bericht an den Einzelhandel gerichtet hat – nicht jeder Stein bleibt auf den Trockenen – neue Konzepte und Ideen sind gefragt.

Freue mich über Anregungen e-mail an office@andreaspekastnig.com

Warendichte

Diese Kennzahl gibt an, wie viel Ware (Bestand) sich pro Quadratmeter auf der Fläche befindet. D. h. wie “dicht” die Ware vom Konsumenten empfunden wird. Gemessen wird der Lagerbestand durch die Verkaufsfläche. Ich würde die btto Verkaufsfläche vorschlagen, da diese der Konsument war nimmt. Bei zu hoher Warendichte fühlt sich der Kunde von der Ware erschlagen, bei zu wenig kommt es ihn vor als gäbe es kein Angebot für ihn. Ein nicht zu voller Laden drückt ein teures Sortiment aus, wobei ein voller Laden eher einen Diskonter entspricht.

So spricht man von durchschnittlichen Kennzahlen bei Kaufhäuser von 1.500 VW per m2 und bei Designer um die 3.000 VW per m2 Verkaufsfläche.

Umsatz per/m2 Verkaufsfläche

Dazu past noch der Umsatz per Verkaufsfläche. Die Statistik geht hier von Euro 3.800,-/ m2 Verkaufsfläche aus. Alle die ein Lokal mit ca. 20 % Mietkosten vom Umsatz zahlen wissen, das man mit 3.800,- nicht mehr auskommt. Ich glaube Mieter in Einkaufszentrums müssen mind. um die 5.000,- bis 10.000,- erwirtschaften. Jetzt wissen wir warum im EKZ kaum noch individuelle Einzelhändler zu finden sind.

Freue mich über Anregungen auf office@andreaspekastnig.com

Bernhard Moestl hat mir in seinem Buch – Das Shaolin Prinzip – Mut gemacht!

Getroffene Entscheidungen sind getroffen und die Zeit die man aufwendet zu überlegen ob diese richtig oder falsch war – ist Zeitverschwendung. Wie oft werde ich in der Ausübung meines Jobs darauf aufmerksam gemacht, das mein Gegenüber dieses Buch auch lesen sollte. Wie oft rufe ich den Ein und den selben Kunden an oder schreibe Ihm ein e-mail um Ihn meine Marken anzubieten. Und was bekommt man als Antwort – stillschweigen oder gar nichts. Wünschen würde ich mir eine klare Aussage und wenn es geht eine Begründung. Ist mir schon klar das sich nicht jeder die Zeit nehmen kann, aber sich wieder und wieder über ein e-mail zu ärgern oder einen Anruf zu unterdrücken kostet auch Zeit und Kraft. Dem Gegenüber klar und deutlich zu sagen was man will war noch nie ein Fehler. Ich will meinen Job so gut als möglich machen, daher bin ich hartnäckig.

Ich denke jeder kennt Karl-Heinz Müller als Organisator der Bread & Butter in Berlin (Foto) er hat eine Entscheidung getroffen. Und wir alle wissen – diese Entscheidung war die richtige.

Wofür stehst Du?

Wer glaubt schon einer Marke?

Die Diskussion war angeregt. Wir tauschten uns darüber aus, wie Marken Glaubwürdigkeit erlangen, verlieren und wieder zurückgewinnen können. Wir suchten nach Beispielen, Belegen, Argumenten. Bis einer fragte: Brauchen Marken Glaubwürdigkeit? Natürlich!

Ist es Glaubwürdigkeit, die Coca-Cola zur teuersten Marke der Welt gemacht hat. Was steckt hinter den bekannten Textilmarken wie G-STAR oder Diesel. Was ist der Vorteil für den Händler starke Marken einzukaufen? Und sind die bekannten Jeans Marken wirklich stark? Stark bedeutet für den Händler, das der Kunde die Ware von selber kauft, oder? Ich sage, es ist wichtiger den Laden stark zu machen. Der Kunde kennt nur vereinzelt die Marken, er kennt aber den Laden den er betritt. Ein Laden sollte inszeniert sein, Glaubwürdigkeit kommt bei einer hervorragender Präsentation und ein wohl tuendes Sortiment von selber.

Sich von der Masse abzuheben sollte das Ziel eines jeden Einzelhändler sein. Und wie hebt man sich ab, zB Shopdesign. So zeigt Adidas in Paris seinen ersten Conzept Store. Und was sollte uns Mut machen. Dieser Store braucht nicht hoch frequentierte Fußgängerzonen. Nein die Kunden die zum Produkt passen, finden den Laden auch um die Ecke.

Auch in Österreich gibt es dafür bereits Beispiele. Solltet Ihr Beispiele wünschen oder Anregungen haben so Bitte ich um ein E-mail auf office@andreaspekastnig.com

Matthias Horx – Das Buch des Wandels

Bin wieder einmal über mein Bücherregal geflogen und habe dabei „das Buch des Wandels“ von Matthias Horx gefunden. Ist schon eine Kunst sich zu verändern, oft braucht man Mut und aber auch die richtige Idee. Früher war man aus klimatechnischen Gründen gezwungen sich zu verändern, heute sind es oft auch neue Marktgegebenheiten. Wie man sich als Laden oder Marke wandeln oder verändern kann ist Thema meines Vortrages.
Ich sag nur etwas – man braucht eine Starke Marke und es geht nicht mehr ohne verschiedene Absatzkanäle.

Limitplanung

Vorbereitung – Einkaufsplanung – Kennzahlen

Für viele Händler ist die Vorweihnachtszeit bereits Orderzeit. Kleinere Geschäfte versuchen Ihre Vororders, zeitlich näher zum Liefertermin zu bringen. Nicht immer wird das gelingen, da starke und wichtige Marken die Vororder schon früher einbringen möchten.

Aus meiner persönlichen Erfahrung, weiß ich das viele Shop Besitzer keine wirklichen Messinstrumente für die Einkaufsplanung verwenden. Heute möchte ich diesen Händler ein paar Tips und Kennzahlen liefern.

Ein Shop Besitzer ist ein Unternehmer, Manager, der seine Kennzahlen kennen sollte!

a)    Ermittlung der zur Vollkostendeckung zu erreichende Spanne (erzielte Spanne)

Die Vollkosten  oder Betriebsausgaben =                          75.000,- €                                                                                                                                        Umsatz im gleichen Zeitraum     =                                    250.000,- €

Vollkosten + MWST * 100 =                                75.000,- + 41.666,- * 100 = 46 %                                                                     erzielter Umsatz laut KER                                                  250.000,-

Limit Wareneinkauf ohne Preisänderung = 135.000,- €

Info und Mehr Kennzahlen Anfordern an office@andreaspekastnig.com

Benchmarking

Benchmarking

ein oft verwendeter Begriff in allen betriebswirtschaftlichen Lehrbücher, aber was heißt das eigentlich für uns Textilhändler?

Für uns Textilhändler heißt das einfach „Abkupfern“ – um von den Besten zu lernen. Wer von uns war nicht schon in den USA oder hat den außländischen Messebesuch nicht auch zum „Store checking“ genützt.

Bewährte Betriebstypen können so mit einem gewissen „Time Lag“ (Verzögerung) in unsere Märkte übernommen werden.

Es gibt grundverschiedene Strategien im Handel:

  • Innovationsstrategie
  • Imitationsstrategie
  • Konstruktionsstrategie

Bei der Innovationsstrategie werfen wir alles herkömmliche über Bord, und fangen nochmals von vorne an. Diese Marschroute wird auch unter Business Reengineering diskutiert.

Imitationsstrategie – warum alles selber machen, wir lernen von den anderen den „Best Practices“.

In der vorbildorientierten Konstruktionsstrategie – der Nachahmer wird in jeden Fall die „Fußstapfen seiner Konkurrenten verlassen und sich mit einem großen Sprung an die Spitze der Nachahmer setzen“.

So wie für alles im Bereich Managementkonzeptionen, gibt es auch hier kein Patentrezept. Es fordert seine Anwender viel mehr auf, aktiv und zielorientiert  den Markt zu beobachten.

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